Wann hast du das letzte Mal etwas gewagt, das dich Mut kostete? Ein Vorstellungsgespräch, ein Date, ein neues Hobby starten, dich für eine Weiterbildung anmelden, auf einer Datingplattform dein Profil aufschalten, dich für einen neuen Job bewerben. Wie hast du dich danach gefühlt, als du über deinen eigenen Schatten gesprungen bist?

In den letzten beiden Teilen dieses Blogs über deinen «Mut» bin ich darauf eingegangen, dass du für dich einstehen und deine Meinung vertreten darfst. Das ist ein Akt der Selbstliebe und der Selbstwertschätzung. Ich kann es nicht genug betonen: Du darfst dir immer wieder zeigen, dass du die wichtigste Person in deinem Leben bist. Und dass du diese Tatsache auch leben und in deinen Alltag integrieren darfst.

Die Komfortzone

Wenn du dich aber als «zu wenig» betrachtest und dir demzufolge nichts Neues zutraust, dann wirst du stets in deiner Komfortzone verharren. Was ich mit der Komfortzone meine? Das ist dein Alltag, in dem du dich bewegst. Dein Parameter, den du für dich selbst definiert hast: Deine Familie, Freunde, Job, Wohnung, Hobbies. Alles wird mit der Zeit zur Gewohnheit. Das haben wir Menschen so an uns – wir lieben die Konstanz und die Gewohnheiten. Warum? Weil sie uns Sicherheit geben, oder uns zumindest diese vorgaukeln. Denn Sicherheit ist eine Illusion. Das Leben ist eine stete Veränderung. Also kannst du doch von selbst einen Schritt aus deiner Komfortzone wagen, bevor du vom Leben unfreiwillig hinauskatapultiert wirst, oder?

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Über deinen Tellerrand hinaus

Aus deiner Komfortzone hinaustreten bedeutet, dass du über deinen Tellerrand hinausblickst und schaust, was es sonst noch auf dieser Welt für dich zu sehen und zu entdecken gibt. Welch tolle Möglichkeit! Überlege dir einmal, wie dankbar du dafür sein darfst. Du musst hier in der westlichen Welt nicht mehr um dein Überleben kämpfen, sondern du verfügst über Zeit und Ressourcen, dich weiterzuentwickeln. Welch tolle Chance! Diese darfst du dir einfach nicht entgehen lassen. Erweitere deinen Horizont, wage etwas Neues. «Warum?» – fragst du dich vielleicht. «Was bringt mir das für Vorteile?»

Inneres Wachstum

Stillstand bedeutet Rückschritt. Oder mit anderen Worten: wenn du dich nicht stets weiterentwickelst, Neues ausprobierst und deinen Horizont erweiterst, dann wirst du dich unweigerlich innerlich zurück entwickeln. Mit der Zeit wirst du immer mehr vor neuen Dingen zurückschrecken, denn nach Jahren und Jahrzehnten in deiner Komfortzone ist diese so komfortabel für dich, dass du nichts Neues mehr wagst, kein Risiko eingehen willst, deine Komfortzone zu verlieren. Doch es ist genau das Gegenteil, das geschieht: wenn du stets am gleichen Platz verharrst, dann wird dieser irgendeinmal immer kleiner. Du engst dein Denken ein und bist nicht mehr offen für andere schöne Dinge, die unsere Welt dir zu bieten hat. Dich an Altbewährtes zu klammern ist zwar bis zu einem gewissen Sinne nachvollziehbar, aber es ist auch nicht zielführend. Deine Seele ist nicht auf die Erde gekommen, um hier im Stillstand zu verharren. Nein, deine Seele ist hier, um zu wachsen. Und das kannst du nur, indem du dir immer wieder einmal etwas Neues zutraust. Was hast du schon dabei zu verlieren?

Festhalten

«Vieles!» oder «Alles!», magst du jetzt vielleicht aufschreien, wenn du diese Zeilen liest. Doch das ist nur eine Illusion. Es gibt keine Garantie in deinem Leben, das alles immer so bleibt, wie es ist. Das ist doch auch eine gute Nachricht. Zwar kannst du deinen «perfekten» Zustand – sofern du diesen einmal erreichst – nicht festhalten, doch das gleiche gilt dann auch für die schlechten Zeiten. In diesen Momenten kannst du dich getrost daran erinnern, dass es vorbei geht und wieder etwas Besseres in dein Leben tritt. Festhalten ist also sinnlos. Du kannst weder deine Mitmenschen, noch Tiere oder die Umwelt kontrollieren und an ihnen festhalten. Das ist ein Ding der Unmöglichkeit und würde dich 24 Stunden pro Tag in Anspruch nehmen – ohne einen wirklichen Erfolg. Also ist es an der Zeit, dass du loslässt: deinen Partner/Partnerin, deinen Job, deine Freunde, deine Wohnung, deine Hobbies, dein Geld, deine Besitztümer.

Loslassen

Loslassen bedeutet hier nicht, dass du einfach allen «Adieu» sagst, allem den Rücken kehrst und nichts mehr unternimmst. Nein, im Gegenteil. Etwas Neues wagen heisst ja, dass du aktiv wirst und etwas wagst. Aber du darfst an dem, was bereits in deinem Leben ist, nicht festhalten oder dich daran klammern. Sei einfach dankbar für alles Gute, was heute in deinem Leben ist. Wisse aber auch, dass das eine oder andere morgen schon nicht mehr so sein kann, wie es heute ist. Das ist Veränderung. Das ist Leben. Mit allen Poren deiner Haut. Also wage doch getrost heute etwas Neues. Tue es für dich. Nur für dich. Was hast du schon zu verlieren? Wage es heute, bevor es zu spät ist, bevor du alt und zerbrechlich auf deinem Sterbebett liegst und es bereust, nicht mehr Mut an den Tag gelegt zu haben, um ein einzigartiges Leben gelebt zu haben. Das Leben, von dem du immer geträumt hast.

Nächste Woche in diesem Blog zum Thema «Mut»: Grenzen setzen.

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