Lebst du deine Weiblichkeit? Wie empfindest du deine Weiblichkeit? Ist es heute «cool» oder altmodisch, richtig weiblich zu sein?
Weiblichkeit
Diesen Blog schreibe ich speziell für die Frauen. Du kannst ihn natürlich auch lesen, wenn du ein Mann bist – um deine Partnerin oder die weiblichen Menschen in deinem Umfeld besser verstehen zu können.
Als erstes möchte ich einmal hervorheben, wie die «moderne» Frau der heutigen Zeit von unserer Gesellschaft definiert wird und wie man von ihr erwartet, dass sie sich gibt. Die «Frau von heute» ist erfolgreich in ihrem Beruf – Teilzeit oder Vollzeit – hat einen Partner, ein oder zwei Kinder, sieht gut aus und ist glücklich. Sie hilft allen Menschen und hat jederzeit ein offenes Ohr für die Bedürfnisse ihrer Umgebung. Dies wurde uns Frauen – bewusst oder unbewusst – über Jahre und Jahrzehnte suggeriert. Durch Werbung, sogenannte «Vorbilder», die uns in den Medien präsentiert wurden und immer noch werden oder auch durch «erfolgreiche» Frauen in unserem Umfeld. Doch – Hand aufs Herz und bitte ehrlich antworten – die oben aufgeführten Kriterien kann keine Frau alleine stemmen. Das ist schlichtweg unmöglich. Die Überforderung und das Ausgebranntsein sind vorprogrammiert. Es ist ein Ding der Unmöglichkeit. «Wonder Woman» – also die überdimensionale Frau – gibt es nicht. Und wenn du immer noch danach strebst, dieses vermeintliche Ziel zu erreichen, dann bist du auf dem Weg zu einer Niederlage. Du wirst dann mit grösster Wahrscheinlichkeit im einen oder anderen Bereich «scheitern», aufgeben und dich danach als wertlos oder nicht gut genug fühlen. Wenn du dich dabei auch noch ausbrennst, dann ist dein Fiasko perfekt. Warum also folgst du einem Ideal, das du nicht erreichen kannst?
Geringer Selbstwert
Wenn du jeden Tag nach dem Ideal strebst, das dir von Aussen eingetrichtert wird – und dies oft auf sehr subtile Weise, vor allem in den Medien – dann ist dein geringer Selbstwert vorprogrammiert. Irgendeinmal – nach Jahren oder Jahrzehnten der Selbstentbehrung – erkennst du, dass du es nicht hinkriegst, auch wenn du dich noch so abstrampelst. Es wird nicht funktionieren. Warum? Weil einfach zu viel ist für eine einzelne Person. Also beginne am besten heute damit, dich von diesem Ideal zu verabschieden. Konzentriere dich lieber auf das, was dir wirklich Freude bereitet. Schliesslich bist du die Nummer Eins in deinem Leben – nicht dein Partner, deine Kinder, deine Haustiere oder dein Job. Nein, du alleine stehst ganz oben auf dem Podest deines Lebens. Ich weiss, dass jetzt viele aufschreien, die das lesen. Das geschieht praktisch immer, wenn ich diese Worte den Frauen in meinen Anlässen sage. Antworten wie «das darf ich doch nicht», «das schickt sich nicht» oder «was soll dann mein Mann/Kind tun, wenn ich ihm nicht mehr so viel Zeit und Energie schenke». Kommt dir eine dieser Aussagen bekannt vor? Könnte sie von dir stammen? Dann ist es höchste Zeit, dich auf die Nummer Eins zu stellen, bevor du total ausbrennst. Davon hat niemand etwas – am allerwenigsten du. Das bedeutet nicht, dass du die Menschen in deinem Umfeld vernachlässigst oder wegstösst. Das bedeutet einfach, dass du viel öfters zu einem «Nein» greifst als bis heute. Ein Nein ist auch immer ein Ja zu dir selbst. Wen kannst du dann noch unterstützen, wenn du (mental und energetisch) am Boden bist und dein Glas leer ist?
Meditation
Energie. Klarheit. Vertrauen.
Die neue (alte) Weiblichkeit
Wenn du im Hamsterrad dieses unerreichbaren Ideals gefangen bist, dann werden deine Antworten auf meine Fragen in etwa so lauten: Lebst du deine Weiblichkeit? Nein. Wie empfindest du deine Weiblichkeit? Unbefriedigend.
Wie aber sieht die neue Weiblichkeit aus, die jetzt gelebt werden darf? Und ist es heute «cool» oder altmodisch, richtig weiblich zu sein? Als erstes möchte ich dir hier mitgeben, dass es keine Definition von Weiblichkeit gibt, die auf alle Frauen dieser Welt zutreffen. Das ist unmöglich, bei den rund 4 Milliarden Frauen auf dieser Welt. Also verabschiede dich vom Drang, dich in ein Schema zu pressen oder darin gepresst zu werden. Höre tief in dein Inneres und lausche, was dir deine Seele dazu zu sagen hat. Wie möchtest du leben? Mit wem? Wo? Welcher Arbeit möchtest du nachgehen? Und bitte, begrabe nicht schon alle deine Wünsche und Visionen, bevor du sie überhaupt begonnen hast zu leben. Nur weil dir jemand vor x-Jahren gesagt hat, dass dies unmöglich ist. Oder weil es dir deine Mutter und Grossmutter so vorgelebt haben. Jetzt bist du an der Reihe. Du kannst beim Punkt Null beginnen. Auf der grünen Wiese. Natürlich musst du nicht gleich deinen Partner verlassen, umziehen, deinen Job kündigen oder dich von deinen Freunden verabschieden. In einem ersten Schritt geht es darum, dass du in dich hineinhörst. Was willst du wirklich? Welche Menschen passen noch in dein neues Weltbild und in dein neues Ich? Von welchen darfst du dich jetzt verabschieden? Auch wenn du noch nicht weisst, wie du das anstellen sollst oder wie das möglich ist. Entscheide dich innerlich. Dann gehen deine Gedanken, deine Vorstellung und vor allem deine Energie in die neue für dich stimmige Richtung. Das ist alles, was es für deinen «Neustart» braucht. Das strahlst du aus. Bewusst oder unbewusst wirst du dann beginnen, Grenzen zu setzen, dich nicht mehr ausnutzen zu lassen, für dich zu schauen, dir deinen Freiraum zurückzuholen und vieles mehr. Klingt das nicht toll? Und alles, was es dazu braucht ist dein Entscheid.
Offen bleibt die Frage, wer ein Interesse daran haben könnte, dass du dich klein und unbedeutend fühlst und dich tagtäglich abrackerst im Wissen, dass du das Ideal der Gesellschaft nicht erreichen kannst. Überlege, wer ein Interesse daran haben könnte, dass du nicht in deine wahre Kraft kommst. Denn sobald du dich an deine wahre Kraft erinnerst und ihr folgst, wirst du «gefährlich» und mächtig. Frauen, die in ihre Selbstermächtigung und ihre Selbstverantwortung gehen, sind unschlagbar in ihrer Kraft und trotzdem sanft und liebevoll. Das ist das Ideal, nach dem du streben darfst. Von allen anderen im Aussen erschaffenen Idealen darfst du dich getrost verabschieden. Am besten gleich heute.
Wie weiblich darf ein Mann heute sein? Sind Machos noch aktuell? Was für Männer braucht die Neue Zeit? Ich lade dich ein, gemeinsam mit mir den Antworten auf diese Fragen nachzugehen. Nächste Woche in meinem Blog: «Weiblichkeit – als Mann».
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