Wut – Gegenüber deinem Ex-Arbeitgeber

In meinen ersten zwei Teilen dieser Blogserie mit dem Titel «Deine Wut» beleuchtete ich die Themen, wie du deine Wut loslässt und wie du sie vor allem als erstes überhaupt lokalisierst. Deine Wut sitzt tief in dir drinnen, oft seit Kindertagen. Doch jetzt ist die Zeit gekommen, dich dieser Wut zu widmen, sie zu erkennen und sie anschliessend loszulassen, damit du möglichst ohne Blockaden der Neuen Zeit begegnen kannst. Heute widme ich mich gemeinsam mit dir deinen ehemaligen Arbeitgebern.

Kündigung

Wenn du diese Zeilen liest, gehörst du womöglich zu denjenigen, die auch schon einmal eine Kündigung von ihrem Arbeitgeber erhalten hatten. Eine einseitige, unfreiwillige. Wie hast du dich damals gefühlt, als dir dein Vorgesetzter/deine Vorgesetzte die Kündigung eröffnete? Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern – schliesslich habe ich bis jetzt vier solche Kündigungen erfahren dürfen in meinem Leben. Zuerst war da ein Nicht-Glauben-Wollen, eine Verdrängung, eine Ohnmacht, dann eine unglaubliche Wut, ein Verletztsein, Trauer und oft auch ein tiefer Fall in ein Loch, von dem ich mich nur mit Mühe wieder herausbegeben konnte. Oft – weil ich eine Frau bin? – habe ich dann den Fehler bei mir gesucht und mich gefragt, was ich falsch gemacht hatte. Ich hatte mich danach stunden- und tagelang analysiert und kam zum Schluss, dass etwas mit mir falsch war. Spätestens nach der dritten Kündigung in Serie. Doch irgend einmal erkannte ich, dass ich einfach damals am falschen Platz war – sprich in der falschen Branche. Ich erwachte eines Morgens und fühlte mich wie ein Pinguin, der in der Wüste lebt. Total falsch. Also entschied ich mich, mich aufzumachen und an den Südpol zu wandern. Dort lebte ich dann meine wahre Natur und mein Potenzial aus. Das fühlte sich gut an. Doch auf dem ganzen Weg dorthin – Neuausrichtung, Weiterbildung, Jobsuche – ging die Wut irgendwann einmal auch unter. Ich verschloss mein Herz dafür, weil ich (als Frau) ja nicht wütend sein durfte über meine Vorgesetzten, die mich entlassen hatten. Denn tief in meinem Innern war da immer noch die Überzeugung, etwas falsch gemacht zu haben, nicht gut genug zu sein für diesen Job. Ich startete dann zwar meinen neuen Weg als Berufsschullehrerin, doch die Wut brodelte weiter in mir.

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Unbewusstes Vergleichen

Wie kannst du das bemerken, ob es bei dir auch so ist? Ob du auch noch unaufgelöste Wut gegenüber deinen Ex-Arbeitgebern in dir trägst? Ganz einfach, in dem du dich genau beobachtest. Wie reagierst du in gewissen geschäftlichen Situationen? Fühlst du dich sofort angegriffen, ungerecht behandelt und in eine Ecke gedrängt? Oder kannst du Kritik rasch wegstecken und sie als Motivation verstehen, dich zu verbessern? Wenn du in stressigen Geschäftssituationen sofort – bewusst oder unbewusst – beginnst, an dir selbst zu zweifeln und dich verletzlich oder angegriffen zu fühlen, dann ist das ein gutes Zeichen dafür, dass in dir noch unaufgelöste Wut schlummert. Unbewusst vergleichst du nämlich deine aktuelle Situation im Geschäftsalltag mit einem früheren Ereignis bei einem anderen Arbeitgeber. Ich hatte das unzählige Male wahrgenommen, als ich jeweils ins Büro meiner Vorgesetzten gerufen wurde. Schon nur beim Gang zu ihrem Büro raste mein Puls in die Höhe, ich begann zu schwitzen und ein Ohnmachtsgefühl wollte sich in mir ausbreiten. Mein Ego suggerierte mir: Jetzt ist es wieder so weit. Du hast es nicht geschafft. Du bist nicht gut genug. Und viele andere Sätze musste ich mir von mir selbst in meinem Innern anhören. Jedes Mal war der Grund des Gesprächs eine Kleinigkeit – wie sich herausstellte waren also meine Angstszenarios, die mein Ego entworfen hatte, völlig haltlos gewesen. Solche Vorkommnisse sind ein gutes und wertvolles Indiz dafür, dass es an der Zeit ist, dich deiner alten Wut – und damit auch deinen alten Ängsten – zu widmen.

Aufgestaute Wut

Aufgestaute Wut blockiert dich. Du wirst dich – wie oben in meinem persönlichen Beispiel beschrieben – immer wieder in geschäftlichen Situationen wiederfinden, die in dir Stress auslösen. Dann schaltet dein System auf «Überlebensmodus» und du verhältst dich nicht mehr normal deiner Grösse entsprechend, sondern machst dich klein und unsichtbar. Du duckst dich oder passt dich an, obwohl deine Seele in dir dich dazu auffordert, deine wahre, innere Grösse zu leben. Doch du kannst nicht – die alte, aufgestaute Wut blockiert dieses Vorhaben bereits im Keim. Was tun?

Loslassen

Wie bereits in den vorangegangenen Teilen dieses Blogs über die «Wut» beschrieben, darfst du dir als erstes selbst dazu gratulieren, dass du dir der alten Wut überhaupt bewusst geworden bist. Womöglich hat sie dich schon über Jahre oder Jahrzehnte an deiner Entwicklung – und an einer Neuausrichtung – gehindert. Doch jetzt ist es an der Zeit, diese Wut loszulassen. Du kannst deine Wut auf ein Blatt Papier schreiben – nimm ein grosses Blatt, denn alle Wut darf raus – und dieses dann im Feuer verbrennen oder in die Toilette herunterspülen. Du kannst so lange auf ein Kissen hauen, bis es dir besser geht – und dabei nicht mit Kraftausdrücken sparen. Und du kannst dein geistiges Team und deine Urahnen anweisen, dich dabei zu unterstützen, diese Wut loszulassen. Du kannst eine dieser Varianten oder alle anwenden. Einmal oder mehrmals, ganz so wie es sich für dich stimmig anfühlt und wie tief und wie gross die Wut in dir ist. Ich habe diese Varianten alle schon oft angewendet – auch für den gleichen Ex-Arbeitgeber mehrmals, immer wieder, bis ich mich danach echt besser und erleichtert fühlte. Probiere es aus. Wage etwas – du kannst dabei nur gewinnen: innere Freiheit und das wertvolle Gefühl, deine wahre Grösse zu leben.

Nächste Woche in meinem Blog «Deine Wut»: Deine Mitmenschen. Wer verletzt dich immer wieder? Warum schluckst du diese Wut immer wieder runter, statt dich zu wehren? Was oder wer blockiert dich dabei und was versprichst du dir daraus, deine Wut zu unterdrücken?

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