Nachdem ich in den drei vorangehenden Beiträgen über das Mitgefühl mit Menschen geschrieben habe, widme ich mich im vierten Teil dieser Serie unserer Umwelt: Der Natur. Wie viel Mitgefühl hast du für Mutter Erde? Hast du dir schon einmal darüber Gedanken gemacht?

Ausbeutung

Unsere Natur hier auf der Erde erduldet schon seit vielen Jahren eine regelrechte Ausbeutung ihrer Naturschätze durch uns Menschen. Dessen ist jedoch nicht genug. Gleichzeitig verunreinigen wir die Erde jeden Tag mehr, wir verdrecken die Luft, das Land und das Wasser, ohne uns darüber ernsthaft Gedanken zu machen. Jedenfalls kann man viele Menschen dazu zählen, die nicht täglich darüber nachdenken, was wir unserer Natur zurzeit alles antun. Dass wir uns dabei natürlich selbst schaden, dass alles wie ein Bumerang zu uns zurückkehrt und wir schliesslich hier ein Eigentor schiessen, liegt auf der Hand. Ich verlange nicht von dir, dass du jetzt sofort zu einem Umweltaktivisten mutierst und überall demonstrieren gehst. Doch ich fordere dich dazu auf, einmal ernsthaft zu versuchen, Mitgefühl für die Erde zu entwickeln.

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Unendliche Geduld

Stell dir einmal vor, die Menschen in deiner Gegend würden jeden Abend ihren Abfall in deinen Garten (oder auf deinen Balkon) werfen, sie würden auch gleich ihre Schwermetallabfälle, Batterien, Plastikmüll, Erdöl und dergleichen bei dir entsorgen. Wie würdest du darauf reagieren? Spätestens am zweiten Tag würdest du wohl «ausrasten», sie zur Rechenschaft ziehen, vor Gericht gegen sie klagen und lautstark Bussen fordern. Selbstverständlich würdest du auch von ihnen verlangen, dass sie ihren Dreck selbst wieder wegräumen und dass diese Menschen dir eine Entschädigung für dein Leid bezahlen, das du in diesen Tagen wegen dem ganzen Gestank erdulden musstest und für deinen Ärger. Doch – was tut die Erde? Wehrt sie sich gegen uns? Zieht sie uns zur Rechenschaft? Fordert sie von uns Bussen? Nicht wirklich, denn die Erde verfügt über (fast) unendliche Geduld mit uns Menschen. Und was tun wir? Ich denke, es ist daher an der Zeit, Mitgefühl mit der Mutter Natur zu entwickeln.

Mitgefühl mit Mutter Natur

Schon rein die Ausdrücke «Mutter Natur» und «Mutter Erde», die wir in unserem Wortschatz pflegen, zeigen doch schon auf, dass wir abhängig sind von ihr, so wie ein kleines Kind von seiner Mutter. Wir beziehen nicht nur Nahrung von ihr, sondern erhalten von der Natur auch viel Liebe, viele schöne Momente und viel Entspannung. In der Natur können wir uns wieder erden, wenn uns der hektische Alltag zu verschlingen droht. In der Natur können wir herunterfahren und wieder unsere innere Mitte spüren. Darum ist es umso wichtiger, dass du Mitgefühl für die Natur hast. Geh nicht (mehr) unbewusst durch die Gegend. Schau aufmerksam hin, was du da alles entdecken kannst: kleine, unbedeutende Insekte braucht die Erde genauso wie grosse Wälder. Jeder Baum, jede Pflanze und jedes Tier sind wichtig. Alle haben eine Seele und schwingen mit Energie, jeder so, wie es für ihn stimmt. Wenn du achtsam durch die Natur läufst, dann kannst du ihren Schrei hören: Den Schrei nach Ruhe, nach sauberer Luft. Erinnerst du dich an den Lockdown vom Frühling 2020? Wie sah da die Natur aus? Innert kürzester Zeit konnte sie aufatmen; der Himmel war so klar wie noch nie, vollkommene Ruhe herrschte abends, so dass man viele Tiere hören konnte, die vorher im Alltagslärm untergingen. Das war eine gute Gelegenheit, die Natur (wieder) zu schätzen und ihr zuzuhören. Doch diese Zeit ist nicht vorbei. Du kannst jeden Tag nach draussen gehen und die Natur neu entdecken.

Natur neu entdecken

Was ich damit meine? Das du mit offenen Augen, Ohren und mit offenem Herzen spazieren gehst, der Natur in ihrem Kern begegnest. Lerne sie (wieder) zu schätzen. Sei dankbar für das, was sie dir jeden Tag zu bieten hat: frische Luft, Sonne, Wind, Wasser, Wärme, Ruhe, Gelassenheit, Geduld. Wenn du jeden Tag auch nur fünf Minuten draussen spazieren gehst, wirst du mit der Zeit Wunder entdecken, an denen du bis anhin gedankenlos vorbeigelaufen bist – absorbiert von deinem (hektischen) Alltag und in deinem eigenen Gedankenkarussell gefangen. Übe dich wieder mehr darin, so wie ein kleines Kind alles neu zu entdecken. Je mehr du von der Natur wieder weisst, desto besser wird es dir gelingen, Mitgefühl für sie zu entwickeln. Warum ich das für so wichtig erhalte? Ich würde gerne die Natur in ihren ursprünglichen Zustand versetzen, ihr alles zurückgeben, was wir Menschen ihr ohne zu fragen geraubt haben, damit wir wieder im Einklang mit ihr leben können.

Werden wir es schaffen? Das vermag ich nicht zu sagen. Doch ich bin mir sicher, dass jeder Mensch etwas in diese Richtung unternehmen kann. Das Mitgefühl für Mutter Erde – «Pachamama», wie sie in Südamerika genannt wird – zu entwickeln, ist ein erster, wichtiger Schritt, mit dem du beginnen kannst. Besser heute als morgen.

Nächste Woche in diesem Blog zum Thema «Mitgefühl»: Mitgefühl mit der Welt

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