Letzte Woche habe ich beschrieben, wie du dir selbst ein tolles, neues Jahr erschaffen kannst: Indem du damit beginnst, deine Gedanken deines Egos von den Botschaften deiner Seele zu trennen und nur noch deiner inneren Stimme zu folgen. Das ist kein leichtes Unterfangen. Doch du kannst jeden Tag, jede Stunde damit beginnen. Dann wirst du jeden Tag besser, dein Leben wird sich entspannt vor dir entfalten. Lass dich überraschen. Natürlich bist du nicht alleine auf dieser Erde, das ist mir schon klar. Daher ist es wichtig, dass du dich auch den anderen Menschen zuwenden und ihnen Hoffnung gibst.

Hoffnung geben

Womöglich hältst du jetzt beim Lesen inne. Im Titel steht doch: Hoffnung finden. Warum schreibe ich denn von Hoffnung geben? Weil es auch hier – wie mit allem – zuerst in deinem Innern beginnen darf, willst du dir und deiner Umgebung ein glückliches und erfülltes neues Jahr bescheren. Wie aber gibst du anderen Menschen Hoffnung? Vielleicht hast du momentan gerade selbst keine übrig zum Weitergeben. Dann können wir trotz allem mit einem ersten Schritt beginnen: wie du auf die Menschen in deiner Umgebung zugehst und wie du sie behandelst. Das kannst du jederzeit ändern, egal was um dich herum gerade geschieht und wie es bei dir aussieht. Du kannst einer wildfremden Person einfach ein Lächeln schenken, jemandem beim Einsteigen in den Zug helfen, einem anderen Auto den Vortritt überlassen. Dies sind alles Dinge, die dich nichts kosten – ausser womöglich ein bisschen Zeit, wenn du (zu) gestresst durch dein Leben eilst und deine Umgebung nicht mehr wahrnimmst.

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Zeit zum Innehalten

In der jetzigen Zeit, in der sich alles immer schneller um dich zu drehen scheint, in der nichts mehr sicher und planbar ist, ist es umso wichtiger, dass du dir so viel wie möglich Zeit zum Innehalten einräumst. Zeit, um einfach einmal deine Umgebung zu betrachten und zu beobachten. Zeit, um dich selbst und dein Leben anzuschauen. Was brauchst du wirklich noch davon? Und ich meine damit nicht nur deinen vollen Kleiderschrank und die überzähligen Schuhe. Ich meine damit auch deine Freundschaften, deine Kollegen, deine Hobbies, deine Mitgliedschaften in Clubs, deine schlechten Angewohnheiten wie Rauchen, Alkohol und und und… Die Liste ist endlos und ich lasse sie dich selbst zu Ende führen. Denn jede Liste ist anders, weil auch jeder Mensch anders ist. Nimm dir am besten ab jetzt täglich ein paar Minuten Zeit, am Abend deinen Tag zu reflektieren. Was war noch für dich stimmig? Was oder wer nicht mehr? Wohin lenkst du deine Energie? Es ist vorerst ein innerliches Aufräumen – das du dann im Aussen umsetzen darfst, sobald du dazu bereit bist. Zeit zum Innehalten bedeutet auch, dass du dich während deines Tages ab und zu zurücklehnst und dir dabei selbst über die Schulter blickst. Beobachte dich interessiert, aber nicht wertend.

Blick auf die anderen

Wenn du Hoffnung in den anderen Menschen finden willst, ist es wertvoll, wenn du ihnen mit einem offenen Herzen begegnest. Den Fremden unter ihnen, aber vor allem auch denjenigen, die du gut kennst und denen du gerne aus dem Weg gehst. Das ist schon etwas schwieriger, zugegeben. Stell dir einfach vor, wie es für dich ist, wenn ein gutgelaunter Mensch auf dich zukommt und dich in ein Gespräch verwickelt; du spürst intuitiv, dass er sich für dich interessiert. Sofort wird sich deine Laune heben und du wirst genauso enthusiastisch wie er. Das ist doch ganz einfach, oder? Beim nächsten Mal, bei dem dir eine unfreundliche Person über den Weg läuft oder dich womöglich anherrscht, dann nimmst du innerlich einen Schritt zurück und distanzierst dich von deinem Ego, das dir sofort einreden wird, was dies für eine unfreundliche Person ist und dass du es ihr mit gleicher Münze heimzahlen musst. Doch diesmal hörst du nicht auf dein Ego, sondern wendest deinen Blick dem Herzen dieser Person zu. Dies ist im übertragenen Sinne gemeint. Du kannst dir einfach innerlich sagen: Ich blicke jetzt in ihr/sein Herz. Oder du kannst dir vorstellen, wie sich eure beiden Seelen treffen und sich auf der Seelenebene miteinander unterhalten. Auch wenn du davon nichts spürst oder mitbekommst, wird es geschehen.

Etwas Positives finden

Wenn dir das als zu schwierig oder unvorstellbar erscheint, dann kannst du damit beginnen, etwas Positives an dieser Person zu finden, auch wenn sie dich womöglich gerade total nervt. Doch wenn du dir etwas Mühe gibst, findest du sicher etwas, das gut an ihr ist. Es kann ein schöner Ring sein, ein guter Haarschnitt oder aber die Tatsache, dass diese Person ihre Meinung konsequent vertritt – auch wenn du sie nicht teilst. Jeder Mensch hat ein besonderes Talent, du musst es nur finden. Das schaffst du, indem du eben diesen Schritt zurücknimmst, deine Emotionen verlässt und den anderen ganz objektiv betrachtest, so als ob du ihn das erste Mal sehen würdest. Das reicht. Wenn du dann die positive Sache an ihr findest – und sei sie noch so klein – dann ändert das bereits deine Einstellung zu dieser Person. Nur subtil, aber trotzdem hoch wirksam. Die andere Person wird die Änderung in deiner Schwingung unbewusst wahrnehmen und ihrerseits ruhiger werden. So kann sich ohne klar sichtbaren Grund ein Streitgespräch urplötzlich in eine gute Diskussion wandeln, kann sich eine langjährige Diskrepanz entspannen oder Hass in gegenseitigen Respekt verwandeln. Dies braucht etwas Übung – und die Bereitschaft von dir, dich selbst und deine Gedanken zu beobachten.

Der Beobachter

Wenn du im Umgang mit deinen Mitmenschen ab und an in die Beobachterrolle schlüpfst, wirst du womöglich bemerken, dass viele unserer Meinungsverschiedenheiten auf Emotionen basieren, die von früheren Erlebnissen her stammen. Womöglich hattest du einmal Probleme mit einer blondhaarigen Frau und bist seitdem «allergisch» gegen alle ähnlich aussehenden Frauen. Oder du hattest einen aufbrausenden Vorgesetzten und wirst jedes Mal an ihn erinnert, wenn ein anderer Mensch sein Temperament nicht unter Kontrolle halten kann. Viele Erfahrungen stammen jedoch aus deiner Kindheit: wie deine Eltern mit dir umgingen, welche Sprache sie benutzten, ob sie dir Liebe schenkten oder deine Bedürfnisse nicht erkannten. Diese Erfahrungen, die du als Kind als Wahrheit anerkannt hast, können dir – gepaart  mit alten Emotionen – immer wieder in die Quere kommen in der Interaktion mit anderen Menschen. Doch wenn du in die Beobachterrolle wechselt und dir dabei zuschaust (und zuhörst), was alles in deinem Innern geschieht, wenn du eine Begegnung mit einer schwierigen Person hast, dann hilft dir das, auch in einer noch so verworrenen Situation etwas Gutes im anderen zu sehen. Probiere es aus. Du kannst nur gewinnen.

Nächste Woche in diesem Blog zum Thema «Hoffnung finden»: in deiner Arbeit

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