Als ich mich vor ein paar Jahren von meinem Freund trennte und wir die gemeinsame Wohnung nach drei Jahren auflösten, erinnerte ich mich an einen Spruch seines besten Kollegen: «Du bist seine Managerin». Damals hatte ich den Spruch jeweils lächelnd abgetan, doch bei der Trennung wurde er doch wirklich war und ich erkannte: Ich hatte unsere Beziehung in diesen drei Jahren regelrecht gemanagt, meinen Freund inklusive. Warum? Weil ich er nicht selbständig genug war, ein eher labiler Typ Mensch, der eine starke, engagierte Frau brauchte, die ihn eben managte. So einen Typ wollte ich doch gar nicht anziehen, das hatte ich schon gehabt und das gefiel mir nicht. Warum hatte ich mich wieder in genau so einen Mann verliebt?

Ehrlichkeit mit dir selbst

Wir ziehen an, was wir ausstrahlen. Du, ich, alle Menschen. Daher ergibt es Sinn, wenn du nach einer Enttäuschung mit einem Mann (oder einer Frau) dich hinsetzt und deine vergangenen Beziehungen anschaust. Ehrlich. Dich selbst zu betrügen ist hier fehl am Platz, denn du willst ja etwas an deinem Beziehungsmuster ändern, damit du das nächste Mal nicht wieder einen solchen Typ Mensch anziehst. Es ist auch dann nicht sicher, ob du nicht noch einmal einen Typ Mann antriffst, den du nicht möchtest. Doch der erste Schritt ist die Erkenntnis. Werde dir bewusst, warum du sie anziehst.

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Frage dich

Daher kannst und darfst du dich ehrlich fragen: Was für ein Muster erkenne ich in all meinen Beziehungen? War ich stets die Starke, die Schwache, die Engagierte oder die Passive? Waren meine Männer selbständig, abhängig, labil, nie da für mich, gemein, untreu, anhänglich, besitzergreifend? Sei ehrlich mit dir. Nur das wird dich weiterbringen. Es ergibt ebenfalls Sinn, die Partnerschaft deiner Eltern anzuschauen in diesem Zusammenhang. Wie war/ist ihre Beziehung? Welche Werte haben sie dir vorgelebt und auf deinen Weg mitgegeben? Wie war/ist deine Beziehung zu deiner Mutter, zu deinem Vater? All das können Indikationen sein, die auf alte Glaubensmuster in dir hinweisen.

Der Mann ist nie verfügbar

In einer meiner Phasen verliebte ich mich ständig in Männer, die schon verheiratet waren, in einer (glücklichen) Beziehung, die homosexuell waren oder emotional nicht bereit für eine Partnerschaft, obwohl ich mir nichts sehnlicher wünschte als eine langfristige, treue und glückliche Beziehung. Lange war mir dieses Muster nicht bewusst, bis dann eine Kollegin eine entscheidende Bemerkung machte, als ich ihr von meiner neusten Liebe erzählte. Sie meinte: «Ah, er ist verheiratet – das waren doch schon einige bei dir, oder?» Dieser Spruch traf mich mitten ins Gesicht, oder besser gesagt, mitten ins Herz. Tja. Für was hat man gute Freunde? Für eine ehrliche Aussensicht. Es ist oft schwierig, deine Muster in deinem eigenen Leben zu erkennen, also kannst du gut auch eine vertrauensvolle Freundin fragen, die dich gut kennt und es gut mit dir meint.

Negative Glaubensmuster

Sobald du dein Beziehungsmuster erkennst, kannst du damit beginnen, den waren Grund zu suchen, der dich stets die gleichen Männer anziehen lässt. Wie in meinem Beispiel mit den nicht verfügbaren Männern erkannte ich, dass ich tief in meinem Herzen glaubte, keine Liebe verdient zu haben. Diesen inneren Glaubenssatz strahlte ich aus: «Ich bin es nicht wert, geliebt zu werden», ist einer der häufigsten Glaubenssätze. Das habe ich ausgestrahlt – unbewusst – und zog damit die Männer an, die mir diesen Glaubenssatz bestätigten. Die Männer kamen in den unterschiedlichsten «Verpackungen», doch schlussendlich spiegelten sie mir immer das Gleiche – bis ich genug davon hatte und mein Frust hoch genug war, in mich zu gehen und in mein Herz zu horchen.

Es braucht Mut

Ja, es braucht Mut, diese Arbeit an dir selbst. Doch das ist der erste Schritt, dass du in Zukunft einen anderen Mann anziehst, nämlich den Mann deiner Träume und Wünsche. Die tiefsitzenden Glaubenssätze, die uns oft daran hindern, uns unsere Wünsche zu erfüllen, werde ich im 4. Teil dieses Blogs eingehender behandeln. Es ist klar, dass dies kein einfaches Unterfangen ist, tief in dein Herz zu schauen und einen dunklen Fleck zu beleuchten, den du bis dahin geflissentlich übersehen hast. Oft sind dies Verletzungen aus unserer Kindheit, die tief in unserem Herzen eingraviert sind. Doch es lohnt sich, diese auszugraben, anzuschauen und zu heilen.

Nächste Woche in diesem Blog über die Macht deiner Ausstrahlung: Warum du Menschen anziehst, die dich verletzen.

Literatur für dein Herz. Inspiration für deinen Alltag. https://www.edition-birbaum.ch

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