In meinen letzten Jahren in der Finanzbranche arbeitete ich für mehrere Unternehmen. Stets setzte ich mich voll für meinen jeweiligen Job und die Arbeit ein, leistete viele Überstunden und arbeitete oft bis zum Umfallen, ohne auf mich selbst, meine Bedürfnisse und meinen Körper Rücksicht zu nehmen. Warum? Ich wollte allen zeigen, dass ich etwas drauf habe. Dass ich auch als Frau in der Finanzbranche bestehen kann. Ich wollte es allen beweisen. Nicht zuletzt mir selbst.

Ausgenutzt

Meine jeweiligen Chefs – sie hatten alle unterschiedliches Alter, verschiedene Herkunft, unterschiedliche Charakterzüge – hatten eines gemeinsam: Sie nutzten mich und meine Arbeit aus. Ich bekam zu wenig Lohn für das, was ich leistete. Meine Überstunden wurden nie abgegolten. Ich erhielt kaum ein Dankeschön, von einer finanziellen Belohnung ganz zu schweigen. Natürlich kann man jetzt sagen: «Sie war selbst schuld». Und gewissermassen war ich das auch. Doch nicht, weil ich die Arbeit freiwillig erledigte. Sondern weil ich genau diejenigen Vorgesetzten anzog, die bereit dazu waren, mich auszunutzen. Das entschuldigt noch lange nicht deren Verhalten und es rechtfertigt es auch nicht. Doch es war eine Erkenntnis, auf dich ich erst selbst kommen musste: Ich hatte meine Chefs mit einem negativen Glaubenssatz selbst angezogen.

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Negativer Glaubenssatz

Auch hier bedingte es einige Zeit, einiges Nachdenken und Grübeln in meinem Herzen und meiner Vergangenheit, bis ich den negativen Glaubenssatz, der meinen jeweiligen Jobs zugrunde lag, erkannte: «Ich bin es nicht wert.» So wollte ich immer mehr erreichen, immer mehr Projekte abschliessen, bis hin zur Erschöpfung, um das Wohlwollen und das Lob meiner jeweiligen Vorgesetzten zu erhalten – das die Wertschätzung kam nie. Denn ich gab mir diese Wertschätzung selbst nicht. Ich zog also Chefs an, die mir diese negative Grundeinstellung mir selbst gegenüber spiegelten. Das war ein grosses Aha-Erlebnis in mir und ich begann, diese innere Einstellung, die mir nicht gut tat, zu ändern.

Selbst-Wertschätzung

Ich begann also damit, mir die Wertschätzung selbst zu geben, die ich vom Aussen erwartete. Ich anerkannte meine Leistungen selbst, sagte mir selbst «Danke», belohnte mich selbst für meine Erfolge (auch die kleinen und kleinsten) mit zum Beispiel einem feinen Tee, einem Spaziergang in der Natur, einem guten Buch, einem gemütlichen Abend vor dem Kamin. Ich gab mir somit selbst das Gefühl, es wert zu sein, Gutes zu bekommen und zu verdienen. Schritt für Schritt, Tag für Tag, Monat für Monat, änderte sich so meine innere Einstellung. Heute arbeite ich ausschliesslich für Menschen, die meinen Wert anerkennen und schätzen und mich nicht ausnutzen. Dazu hat es einige Arbeit an mir selbst gebraucht und den Willen, meine Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Das kannst auch du. Denn wir alle sind es wert, ein schönes, erfülltes und glückliches Leben zu führen.

Nächste Woche in diesem Blog über die Macht deiner Ausstrahlung: Was dich daran hindert, deine Wünsche anzuziehen.

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