Kontrollierst du deine dir nahestehenden Personen? Womöglich schüttelst du jetzt vehement den Kopf. Sicher nicht! Doch ich will mir das gerne heute einmal näher mit dir anschauen. Letzte Woche habe ich darüber geschrieben, dass es unmöglich ist, dass du dein Leben kontrollieren kannst. Zu viele Variablen. Zu viele Möglichkeiten. Zu wenig Zeit – auch in 24 Stunden – um alles und jeden zu kontrollieren. Das gilt vor allem auch für dein Umfeld.

Dein Luftschloss

Du weisst aus Erfahrung, dass du nicht alles kontrollieren kannst: Das Wetter, die Wirtschaft, die Regierung deines Landes, den Verkauf deiner Produkte. Daher möchtest du wenigstens über einen Teil deines Lebens Kontrolle ausüben können. Kontrolle gibt dir (vermeintliche) Sicherheit. Kontrolle lässt dich dein Leben planen. Es kann die Planung von einem bevorstehenden Wochenende sein, Ferienplanung oder einfach ein schöner Abend in trauter Zweisamkeit. Womöglich hast du dies auch schon erlebt: Du freust dich auf einen gemütlichen Abend zu zweit. Du bist daran, ein feines Essen zuzubereiten und malst dir in Gedanken das romantische Dinner aus, bei dem du endlich wieder einmal eine gute und tiefgründige Diskussion mit deinem Partner/deiner Partnerin halten kannst und euch nichts dabei stört. Doch da klingelt dein Smartphone: dein Auserwählter/deine Auserwählte kann nicht kommen, ein dringender Businesstermin, eine plötzliche Erkältung, eine andere Person, die Hilfe braucht – und schon ist dein Abend ruiniert, bevor er überhaupt begonnen hat. Dein Luftschloss zerschellt auf dem harten Boden des Alltags. Was nun?

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Du hast stets die Wahl

Willst du jetzt die andere Person für deinen verunglückten Abend verantwortlich machen? Willst du schmollen oder dich mit Minderwertigkeitsgedanken zurückziehen wie: Ich bin nicht wichtig. Ich bin nicht gut genug. Andere erhalten stets den Vorzug. Kommen dir diese Gedanken bekannt vor? Das ist die Stimme des Egos, die dir diese Gedanken einflüstert. Es ist nicht die Realität. Jetzt hast du die Wahl: Willst du dich mit diesen Gedanken identifizieren und somit deinen Abend ruinieren. Oder willst du dich von ihnen lösen und die Kontrolle über den anstehenden Abend abgeben. Eigentlich ist das eine einfache Entscheidung, oder? Du lässt los und übergibst den Abend dem Universum (der Quelle, Gott, deinen Geistführern oder an wen auch immer du glaubst). Ist das nicht eine tolle Idee? Du vertraust einfach darauf, dass das Allerbeste für dich dabei herauskommen wird. Klingt das nicht wunderbar?

Das Allerbeste für dich

Vielleicht war dein Luftschloss ja nicht das Richtige für dich heute Abend. Womöglich ist es viel wichtiger, dass du dir heute Abend ein paar ruhige Stunden nur mit dir alleine gönnst, ein gutes Buch liest, ein Entspannungsbad nimmst oder früh schlafen gehst. Vielleicht rufst du auch eine Freundin an, mit der du dich schon länger nicht mehr unterhalten hast. Was auch immer es ist, was dir deine Intuition jetzt zuflüstert: tue es. Tue es für dich. Was weisst du schon vom Universum? Womöglich hat es für dich etwas viel Besseres vor – ja, das Allerbeste. Wenn du die Kontrolle über diesen Abend abgibst, dann bist du erstens sofort entspannter, zweitens hebt sich deine Laune sofort wieder und drittens holst du so das Optimum aus einem vermeintlich desolaten Abend heraus. Wer weiss, ob du nicht schon am nächsten Morgen das Glück im Unglück erkennst: Du bist ausgeruhter denn je und froh, weil dein neuer Arbeitstag sich als chaotisch entpuppt. Oder ihr holt euer romantisches Dinner später nach, genau an dem Tag, an dem beide ausgeruht und zufrieden sind, so dass der Abend viel besser wird, als du ihn dir je ausgemalt hattest.

Vertrauen

Die Kontrolle abzugeben über ein Luftschloss, das soeben vor dir auf dem Boden zerschmettert ist, ist nicht leicht. Ich weiss das, ich spreche aus Erfahrung. Doch in diesem Moment ist es wichtig, dass du darauf vertraust, dass das Universum etwas noch besseres für dich bereit hält. Wir Menschen limitieren uns zu oft auf das, was wir vor uns sehen und auf das, was wir als erreichbar einschätzen. Wir sehen uns (zu) klein und zu wenig erfolgreich, um uns mehr zuzugestehen. Also geben wir uns mit weniger zufrieden, nach dem Motto: Wenn ich das Wenige erhalte, das ich mir wünsche, werde ich auch weniger enttäuscht, wenn es nicht eintrifft. Ich halte damit auch mein Risiko klein(er). Doch dafür bist du nicht auf diese Erde gekommen.

Geniesse

Du bist hier, um das gesamte Spektrum des Lebens auszukosten, um auf der Achterbahn des Lebens jede Höhe und jede Tiefe zu geniessen. Das darfst du nie vergessen. Die Kontrolle abzugeben bedeutet auch: Leichtigkeit, Lebensfreude, Genuss, Spass, im Fluss des Lebens zu sein. Und vor allem ersparst du dir damit viel Energie, die du an anderen Orten für dich einsetzen kannst. Denke an den Jongleur aus meinem Blogteil von letzter Woche und wie er hin- und hersprang, um all seine Teller in der Luft zu halten. Das muss nicht dein Leben sein. Dein Leben besteht aus Freude und Genuss, nicht aus Stress und Kampf. Gib diese negativen Dinge ab, lasse los, vertraue. Was hast du zu verlieren?

Nächste Woche in diesem Blog zum Thema «Die Kontrolle abgeben»: Dein Job.

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