Keine Zeit ist besser geeignet für eine Innenschau als der Dezember. Die Tage werden kürzer, die Abende länger. Die Aktivitäten im Freien reduzieren sich, diejenigen ausserhalb deiner Wohnung derzeit auch. Also hast du jetzt ganz viel Zeit zur Verfügung, dich mit dir selbst zu befassen. Innerlich jubelt deine Seele bereits, dein Verstand findet das weniger toll und gibt dir alle erdenkliche Ideen ein, wie du dem Blick in dein Inneres entgehen kannst. Doch – warum solltest du dir selbst entfliehen? Warum solltest du auf deinen Verstand hören und nicht auf deine Seele?

Flucht
Die Flucht vor sich selbst ist eine Methode, die viele Menschen wählen, um nicht in ihren eigenen Spiegel blicken zu müssen. Es ist eine sehr einfache: du schaltest den Fernseher an, trinkst (zu) viel Alkohol, isst (zu) viel Süsses, berauscht deine Sinne womöglich mit (legalen) Drogen oder flüchtest dich in deine Arbeit und den alljährlichen Vor-Weihnachtsstress. So bist du beschäftigt, deine Tage und Abende sind ausgefüllt und du fällst müde und erschöpft ins Bett. Dein Verstand ist zufrieden. Deine Seele traurig, denn sie will mehr, viel mehr.

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Was deine Seele will

Deine Seele will hier auf der Erde ihren Auftrag leben, für den sie sich vor der Inkarnation in deinen Körper entschieden hat. Sie will glücklich sein, lachen und das Leben geniessen. Und was machst du? Blicke einmal ehrlich in den Spiegel und ziehe Bilanz: Lebst du glücklich? Stehst du am Morgen voller Freude auf und bist gespannt auf den neuen Tag? Kannst du während des Tages einmal zurücklehnen und dich erholen? Atmest du viel frische Luft, spürst die Sonnenstrahlen auf deinem Gesicht und bist dankbar für jede Sekunde deines Lebens? Wenn dem nicht so ist, dann ist es an der Zeit, für deine Innenschau. Sei mutig und blicke in dein Herz.

Blick in dein Herz

Wenn du dich selbst besser kennenlernen willst, ist es unausweichlich, dass du in dein Herz schaust. Warum das wichtig ist? Je länger du auf dieser Erde lebst, sammeln sich in deinem Herzen sogenannte «Altlasten» an. Es sind Geschehnisse und Erfahrungen, die du im Verlaufe deines Lebens mitgenommen hast. In deinem Herzen sind hoffentlich viele schöne und positive Erlebnisse gespeichert, aber womöglich auch einige negative. An diese erinnern wir uns – oft unbewusst – am besten und halten an ihnen fest. Ebenso an negativen Glaubenssätzen, die sich während unseres Lebens angehäuft haben, wie: ich bin nicht liebenswert, ich habe es nicht verdient, ich bin nicht wichtig, ich bin nichts wert. Es ist eine Art Rucksack, den du trägst und der immer schwerer wird, je älter du wirst – sofern du ihn nicht gelegentlich öffnest und hineinblickst. Es ist ganz einfach: je schwerer dein Rucksack wird, desto langsamer kommst du voran, bleibst womöglich sogar stehen oder musst dich hinsetzen. In deinem Leben fliesst es nicht mehr und nichts ist mehr so, wie du es gerne hättest. Dann ist es definitiv Zeit für einen Blick in dein Inneres. Falls du noch zögerst, frage dich einfach, warum es so ist und wer oder was dich daran hindert, eine Innenschau vorzunehmen.

Wie die Innenschau funktioniert

Nehmen wir jetzt einmal an, du entscheidest dich trotz all deiner Bedenken, in deine innere Welt zu blicken. Wie stellst du das an? Am Idealsten ist es, wenn du in die Natur gehst. Dort hast du frische Luft, bist ungestört – am besten lässt du dein Smartphone daheim oder schaltest es ab – und sitzt einfach da oder spazierst. Nichts ist mehr weiter nötig. Du läufst einfach, beobachtest die Natur und lässt deine Gedanken erst einmal schweifen. Wahrscheinlich wird dein Verstand eine jede Menge Gedanken produzieren, höchst wahrscheinlich negative, wie Sorgen, Ängste, Wut und Ärger. Diese negativen Gedanken können dich nämlich perfekt von deinem eigentlichen Vorhaben ablenken, dich mit dir selbst zu beschäftigen. Dein Verstand flüstert dir subtil ein: dafür hast du jetzt aber auch gar keine Zeit, sieh nur, was sonst alles in deinem Leben schief läuft. Doch genau dann, wenn nichts mehr so ist, wie es früher war und du keine Aussicht auf Besserung siehst, ist es höchste Zeit für deine Innenschau. Also zeigst du deinem Verstand vor deinem inneren Auge ein grosses Stoppschild und konzentrierst dich stattdessen auf deine Herzgegend.

Dein Herz kennt die Wahrheit

Atme bewusst in deinen Brustkorb hinein. Beobachte, wie er sich dabei hebt und senkt. Spüre, wie sich eine angenehme Wärme in deiner Brust ausbreitet, je länger du dich auf deine Herzgegend konzentrierst. Du kannst dir dabei auch vorstellen, dass deine Schutzengel, Geistführer und Lichtwesen neben dir stehen und dich dabei unterstützen. Dann frage (in Gedanken) dein Herz: was willst du mir heute zeigen? Was darf ich heute anschauen, das mir nicht mehr guttut? Warte, höre in dich hinein, drängele nicht. Bleibe ruhig und gelassen. Du wirst überrascht sein, was dann plötzlich in dir hochkommt. Wohl nicht das Problem, das dich gerade am meisten beschäftigt in der realen Welt, sondern etwas, das schon sehr lange zurückliegt: ein nicht ausgedrückter Schmerz, eine nicht gelebte Trauer, nicht gesagte Worte. Was auch immer es ist: schaue es dir an, fühle den Schmerz, die Wut und die Ohnmacht noch einmal durch. Das ist sehr heilsam. Und dann: lasse los. Bitte deine geistigen Helfer, dich dabei zu unterstützen, dein Herz zu heilen. Schliesse Frieden mit den involvierten Personen aus deiner Vergangenheit und lasse sie ihren Weg gehen. Das ist wichtig: unbewusst nimmst du so einen grossen Stein aus deinem Rucksack und dein Leben wird wieder leichter. Vielleicht nicht sofort, aber jeden Tag kannst du spüren, dass du leichteren Herzens gehst. Du kannst dir kein grösseres Geschenk geben als dieses.

Nächste Woche in diesem Blog zum Thema «Blick in dein Inneres»: deine Beziehungen

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